Das perfekte Verbrechen

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Das perfekte Verbrechen

Der clevere und wohlhabende Ted Crawford (Anthony Hopkins) findet heraus, dass seine Frau Jennifer (Embeth Davidtz) eine Affäre mit dem Polizisten Joe Lobruto (David Strathairn) unterhält. Daraufhin erschießt er sie eiskalt und ohne zu zögern. Crawford wird verhaftet und unterschreibt ein Geständnis. Die Sache scheint sicher, also erhebt der pfiffige Staatsanwalt Willy Beachum (Ryan Gosling) Anklage. Dies soll sein letzter Fall sein, denn ihm wurde bereits ein besserer Job in einer renommierten Anwaltskanzlei angeboten. Doch im Verlauf der Verhandlung stellt sich heraus, dass der Fall verzwickter ist als zunächst gedacht. Und so verbindet sich das gerichtliche Schicksal des Mörders mit der beruflichen Zukunft des Anwalts.

Bei einem "perfekten Verbrechen" wird ein Täter für seine Handlung nicht bestraft, weil er z.B. unbekannt bleibt oder wesentliche Beweise fehlen. Der Film thematisiert diese Idee im amerikanischen Rechtssystem. Dort darf ein Mensch für ein Verbrechen nur einmal angeklagt werden - eine zweite Klage aus gleichem Anlass ist nicht vorgesehen. Die böse Seite - repräsentiert vom durchtriebenen und dadurch zunächst überlegenen Crawford - nutzt diese Tatsache aus, während die Hüter des Gesetzes - dargestellt vom anfangs überraschten, dann aber ziemlich spitzfindigen Beachum - diese Vorgaben einhalten müssen. Die Moral ist, dass man zwar unter Einsatz enormer Denkleistung einen perfekten Mord begehen kann - man aber trotz aller Gerissenheit dennoch der Übeltäter bleibt.

Das perfekte Verbrechen ist ein oberflächlicher Justizkrimi mit Werbeeinlagen. Der übermäßige Einsatz von Apple-Notebooks auf sämtlichen Tischen sowie zu viele Klingeltöne des neuesten Motorola-Handys lassen die Sponsoren des Films zumindest erahnen. Obwohl die Handlung insbesondere von der Auseinandersetzung der gegensätzlichen Charaktere lebt, bleibt sie doch auffällig oberflächlich. Das ärgert den Zuschauer vor allem deshalb, weil der gewohnt souverän spielende - aber passend zum Film ebenfalls zu oberflächlich bleibende - Hopkins viel mehr Potential hätte, um seiner Rolle größere Tiefe zu verleihen. Diese Oberflächlichkeit zusammen mit einer Menge juristischer Spitzfindigkeiten reduzieren die Spannung und lassen das zu erwartende Ende viel zu einfach erscheinen. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Seite zum Film.

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