Elephant

Aus KulturWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Elephant

Der Film zeigt einen Morgen aus dem Leben verschiedener Schüler an einer amerikanischen High School. Elias (Elias McConnell) schießt einige Fotos im Park, John (John Robinson) muss sich um seinen alkoholisierten Vater kümmern, Nathan (Nathan Tyson) geht mit seiner Freundin Carrie (Carrie Finklea) zum Mittagessen, Brittany (Brittany Mountain), Jordan (Jordan Taylor) und Nicole (Nicole George) lassen ihr Essen lieber auf der Toilette und Alex (Alex Frost) sowie Eric (Eric Deulen) richten wahllos Schüler und Lehrer mit Feuerwaffen hin.

Am 20.04.1999 fand an der Columbine High School in Jefferson County ein Schulmassaker statt, bei dem zwei Schüler zwölf Mitschüler, einen Lehrer und anschließend sich selbst erschossen haben. Auf der Suche nach den Ursachen findet der Film Ohnmacht und Belanglosigkeit. Zwar werden die “üblichen Verdächtigen”, d.h. Killerspiele, Faschismus, Rache für Demütigungen usw. kurz angesprochen, können aber als unbedeutend entlarvt werden. Am Ende geht es im Film eben nur um kurzen Spaß ("have fun"), bei dem Schüler, Lehrer und Mittäter ihr sonst ohnehin "belangloses" Leben verlieren.

Gefühllosigkeit ist angesagt, in Schule, Beruf und Freizeit. Zeigt man Gefühle, verliert man schnell seine Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit - oder man gilt als "zu emotional" oder "sich nicht altersgemäß verhaltend". In gleicher Weise wie der Film die Abläufe des Morgens aus verschiedenen Perspektiven zeigt, versucht er sich an verschiedenen Erklärungsansätzen. Jeder hätte irgendeinen Grund, z.B. wegen persönlicher Probleme oder aufkochender Emotionen, Amok zu laufen. Doch schließlich können es nur genau die machen, die eben gar keine Gefühle haben. Der Film ist nicht zu lang, aber sehr sehenswert. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Seite zum Film zu finden.

Persönliche Werkzeuge
Kategorien
Software