Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

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Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Erst entführen die Russen unter Oberst Irina Spalko (Cate Blanchett) den Archäologen Henry "Indiana" Jones Jr. (Harrison Ford) und seinen Freund Mac (Ray Winstone), damit die eine Kiste innerhalb eines Militärdepots finden, dann verschwinden Indys Kollege Oxley (John Hurt) und seine alte Freundin Marion Ravenwood (Karen Allen) auf der Suche nach einem mysteriösen Kristallschädel im peruanischen Dschungel. Mit Hilfe ihres Sohnes Mutt Williams (Shia LaBeouf) macht sich Indy auf nach Peru, um die verschollenen Freunde - und darüber hinaus vielleicht auch das goldene El Dorado - zu finden.

Der Film versucht durch seine oberflächliche Handlung und fehlende Substanz den Zeitgeist zu erfassen und warnt durch diese Machart vor dem Verlust inhaltlicher Tiefe. Im engen Rahmen seiner Handlung rät er den Zuschauern dazu, das zu tun, was ihnen gefällt - und zwar unabhängig davon, was andere sagen. Er relativiert diesen Rat aber schnell, wenn es sich z.B. um die eigenen Kinder handelt - denen man umfassende Freiheiten hingegen nur ungern zugesteht. Damit spielt der Film - sowohl direkt als auch indirekt - auf die McCarthy-Ära an, in der das Land (Eltern) ebenfalls versuchte, seinen Einwohnern (Kinder) kommunistisches (unvernünftiges) Gedankengut zu verbieten. Weitere Themen wie Gefahren nuklearer Aufrüstung oder die Bedeutung praktischer Erfahrungen werden nur nebenbei angedeutet.

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels ist altersschwaches und klappriges Abenteurerkino ohne Viagra. Der Film kennt keine tiefe Handlung und keine wirkliche Ordnung - die Szenen wirken zusammenhanglos, ihre Abfolge scheint beliebig austauschbar. So könnte z.B. die Flussfahrt auch vor dem Finden des Schädels oder das Versinken im Treibsand auch nach der Begegnung mit Killerameisen stattfinden. Hinzu kommt, dass einzelne Probleme (z.B. in Form von Eingeborenen) so schnell wieder verschwinden wie sie auftreten. Obwohl die ersten Teile von historischen Gegenständen handeln, mangelt es diesem Teil neben Abenteuern und Rätseln vor allem an Glaubwürdigkeit. Der Zuschauer ist zu Recht enttäuscht, da gerade der dritte Teil bewiesen hat, dass eine Fortsetzung besser als das Original sein kann. Die Darsteller sind nicht wirklich sehenswert und die Tempelkammern mit der immer gleichen Studiodekoration ausgestattet. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Homepage zum Film zu finden.

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