Inland Empire

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Inland Empire

Die Schauspielerin Nikki Grace (Laura Dern) erhält die Rolle ihres Lebens. Sie soll neben Filmpartner Devon Burk (Justin Theroux) in einem Film von Regisseur Kingsley Stewart (Jeremy Irons) mitspielen. Im Laufe der Dreharbeiten erfährt sie, dass der Film eigentlich ein Remake ist. Der ursprüngliche Film "47" - eine deutsche Produktion - galt als verflucht und konnte nicht fertiggestellt werden, weil beide Hauptdarsteller während des Drehs ermordet wurden. Und so vermischen sich auch jetzt nach und nach die Grenzen von Film und Wirklichkeit und Zeit und Raum miteinander.

Im Londoner Museum für internationale, moderne und zeitgenössische Kunst steht An Oak Tree - ein Werk des Künstlers Michael Craig-Martin. Dabei handelt es sich nicht um eine Eiche im herkömmlichen Sinn, sondern um ein Glas Wasser zusammen mit einer Beschreibung. Der Künstler weist darin darauf hin, dass es erst einmal zu diskutieren gilt, was wir überhaupt als Kunst verstehen - und sieht Kunst selbst als Transformationsprozess, der z.B. aus einfachen Alltagsgegenständen Kunstobjekte macht. Eine solche “neue Kunstform” ist auch dieser Film, dem sowohl Handlung als auch Botschaft fehlen. Selbst Regisseur David Lynch kann die Frage nach der Handlung nicht beantworten, sondern überlässt sie der persönlichen Entscheidung des Zuschauers.

Inland Empire ist ein zusammenhangloses Filmexperiment ohne Botschaft, dafür aber mit Überlänge. Er repräsentiert eine Aneinanderreihung wild geschnittener, nicht unbedingt zueinander passender und ganz und gar nicht aufeinander aufbauender Filmabschnitte. Und diese gehen leider nicht in einer gemeinsamen Handlung auf, ergeben sich nicht einmal zu einem komplexen Gesamtgefüge. Nur kurz, wenn der Zuschauer während der Vorbesprechung zum Dreh plötzlich die Perspektive eines Eindringlings erlebt, scheint der Knoten endlich aufzugehen. Tut er aber nicht! Einziger Lichtblick in dieser 172min langen und damit schier endlos erscheinenden Folter ist die großartige darstellerische Leistung von Laura Dern. Doch als Gesamtkunstwerk ist dieser Film keinesfalls empfehlenswert. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Homepage des Films zu finden.

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