Shoot 'Em Up
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Eines nachts rettet der karottenliebende Mr. Smith (Clive Owen) eine hochschwangere Frau (Ramona Pringle) vor der Killerbrigade des Mr. Hertz (Paul Giamatti) - und hilft ihr mitten im Feuergefecht bei der Geburt. Doch trotz seines heldenhaften Einsatzes stirbt die Mutter und Smith muss sich alleine um den Säugling kümmern. Mit Hilfe der Prostituierten Donna Quintano (Monica Bellucci) versucht er, das Baby vor einem unnachgiebigen Hertz, der ständig und überall mit neuen Killerarmeen aufwartet, zu retten. Gleichzeitig will er die Hintergründe dieser Geschichte erforschen, in die auch Senator Rutledge (Daniel Pilon) und Waffenproduzent Hammerson (Stephen McHattie) verwickelt zu sein scheinen.
Der Film beschäftigt sich auf der einen Seite mit der Frage, ob eine Verschärfung der US-amerikanischen Waffengesetze eher den angreifenden Kriminellen oder den sich verteidigenden Gerechten schaden würde. Weil in den USA immer die Guten gewinnen, da sie gezielt und damit viel besser an eben diesen Waffen ausgebildet werden, hat der Film eine klare Meinung dazu. Auf der anderen Seite thematisiert er die medizinische Verwertung nachzüchtbarer Biobestandteile, aktuell z.B. im Rahmen einer Produktion von Stammzellen diskutiert. Hier denkt der Film aber einen Schritt weiter und beschreibt die mögliche Verwertung benötigten Knochenmarks durch gezielte Nachwuchsproduktion. Weil damit aber ausschließlich egoistische Tendenzen befriedigt würden, sieht der Film das als moralisch verwerflich an.
Shoot 'Em Up ist bleihaltiges Actionkino, in dem Menschen und Munition nahezu pausenlos durch die Gegend fliegen. Trotz fehlender Handlung und übertriebener Action wird der Film vom Thema Mohrrübe umklammert. Diese taucht sowohl als Nahrungsmittel als auch als Nahkampfwaffe auf, was dem ansonsten eintönigen Film zumindest eine kontinuierliche Struktur verleiht. Dennoch übertreibt er die Zahl seiner Opfer, was den Zuschauer zwangsläufig an Tarantinos Kill Bill und den Kampf gegen die "Crazy 88" erinnert. Obwohl man Owen einen überlegenen Actionhelden abnimmt, wirkt Giamatti als Bösewicht völlig unglaubwürdig. Stephen McHattie hingegen verkörpert den skurillen Waffennarren gut, aber leider zu kurz. Weitere Informationen liefert die offizielle Homepage zum Film.

